Zwe Frösche im Nidletopf.

Ke Räge i Sicht. Ä witere heisse Tag het zwe Frösche atribe, absits vo ihrem Weiher d‘Landschaft z‘erkunde. D‘Tröcheni u dr Hunger het sie ging wie meh afah plage. Ufem Wäg iz für sie Unbekannte, sie sy zumene Buurehof cho. So öpis hei sie no nie gseh. Stuunend sie sy losgumpet u hei sech druf gfröit, Nöis u vor allem öpis z‘fuettere z‘entdecke. Bevor d‘Erkundigstour richtig i d‘Gäng isch cho, het sie überraschend schnäll miteme luute «PFLOTSCH», vorzitig ihres Endi gfunde. 

 

Die zwe Frösche sy nämlech gringsvoraa ine Nidletopf gumpet. Sie hei gschlemmet, sech güetlech ta u fröidig ihre Durscht u Hunger gstillt. Ihre breite Grinse isch nä aber zügig vergange, wo sie realisiert hei, dass das kes normals Tümpeli isch. Die dichti Masse het viel meh Widerstand als Wasser. Schwimme het sech als unmöglech usegstellt. «Quaaaak!!! Mir ersuufe hiee ... », het dr eint Frösch luthals quaket, wobi die letschte Tön numeno äs Blubbere sy gsi.

 

D‘Frösche hei gstramplet wie wild u hei probiert a Rand vo däm Topf z‘glange. D‘Wänd sy so glatt u gschliiferig gsi, dass sie eifach nid vom Fläck sy cho ... im Gägeteil: sie sy geng wie meh i die wyssi Masse versunke. Dr Frösch wo ihres Endi scho het voruus gseh, het resigniert mitere chrächzige Stimm gseit: «I cha nümme. Hie chömemer nie u nimmer use. I däre Brüeji cha mä nid schwimme. U weni scho mues stärbe, wüssti ou nid, werum i mig no lenger sött veruusgabe u strample. Was hets fürne Sinn, us Erschöpfig im Kampf fürne eh ussichtlosi Sach z‘stärbe?»

 

Nach däre Asag, heter ufghört mit schwaddere u schnäller als das mä het chöne luege ischer abgsoffe. Buechstäblech verschlückt vo däm dickflüssige Wyss. Ds verzwiflete «Heyyyy ...!» vom andere Frösch isch dämentsprächend iz Leere. Mit no grössere Ouge als är süsch scho het, het dr Frösch a Rand ueche gluegt, a die glatte Wänd u het für sech brümmelet: «Ke Chance. Ussichtslos. Us däm Teich oder wases isch, füehrt ke Wäg use. Trotzdäm ergibeni mig nid eifach so am Tod. I kämpfe bis zum letschte Atemzug. So lang mis letschte Stündli nid gschlage het, würdeni kes Sekündli vo mir schenke!»

 

Mittlerwile isches scho langsam fiischter worde. Das het dr Frösch nid kümmeret ... är het witer gstramplet u gstramplet, gschwadderet u gschwadderet, ging uf dr gliche Stell, ohni Vorwärts z‘cho. Aber vo all däm Strample u Schwaddere het sech d‘Nidle nadisna i Anke verwandlet. Dr Frösch het dür das uf einisch Bode übercho, isch gsprunge u het sech zabbelig u mit letschter Chraft am Rand vom Topf chöne häbe. Mit Härzchlopfe bis i Hals, het är numal zrügg i die wyssi Masse gluegt, wo zum Grab vo sim Fründ isch worde ... är het töif düregschnuufet u isch dankbar für sini Usduur u Zueversicht, u derfür das är nid so schnäll het ufgäh, i d‘Freiheit gumpet.

 

 

Nachere Fable, wo am griechische Dichter Äsop (6. Jahrhundert v. Chr.) zuegschribe wird.

D‘Moral vo däre Erzählig isch nie ufzgäh – Usduur u Kampfgeischt zahle sech ou i uswäglose Situatione us. Äs isch ä Appell zur Resilienz: «Hilf dir sälber, de hilft dir Gott» oder «Wär nid ufgit, wird erfolgriich sy.»

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